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Glückliche Kollegen kündigen nicht: So stärken Sie die Mitarbeiterbindung

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Dank der derzeitigen Arbeitsmarktlage haben engagierte und gut ausgebildete Fachkräfte glänzende Aussichten und können aus einem Überangebot an offenen Stellen wählen. Viele nutzen die Situation und planen, den Arbeitgeber zu wechseln, um sich beruflich zu verbessern. Für Unternehmen, die ohnehin mit gravierendem Personalmangel kämpfen, ist eine schwache Mitarbeiterbindung ein zusätzliches Risiko. Denn fallen gute Mitarbeitende weg, ohne dass deren Stellen nachbesetzt werden können, steigt die Arbeitsbelastung für die übrigen Kollegen und damit auch die Unzufriedenheit mit Job und Arbeitgeber. Eine Negativspirale wird in Gang gesetzt, die weitere Kündigungen zur Folge hat.

Zufriedene Mitarbeitende unterstützen das Recruiting

Keine Frage: Unternehmen müssen das Thema Recruiting zur Top-Priorität erklären, wollen sie weiterhin wettbewerbsfähig bleiben. Die Gewinnung neuer Fachkräfte darf jedoch die Bindung bestehender Mitarbeitender an das Unternehmen nicht beeinträchtigen. Aus mindestens zwei Gründen: Zum einen gerät bei hoher Fluktuation das Recruiting zur teuren Sisyphos-Arbeit. Zum anderen wirkt sich eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit durchaus positiv auf die Arbeitgebermarke und damit auf die Talentgewinnung aus. Eine Belegschaft, die gern zur Arbeit kommt, die ihren Arbeitgeber schätzt und sich mit dem Unternehmen identifiziert, ist das überzeugendste Argumente, das Sie im Recruiting aufbringen können.

Das macht Ihre Mitarbeiter glücklich

Wovon hängt also die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeitenden ab? Wie lässt sich die Bindung zum Unternehmen stärken, so dass der Wunsch nach einem Jobwechsel erst gar nicht aufkommt? Durch Umfragen in über 1.000 Unternehmen weltweit konnte der kanadische Software-Anbieter Officevibe aufschlussreiche Daten zum Thema Mitarbeiterzufriedenheit sammeln und hat diese in zentralen Erkenntnissen zusammengefasst:

  • Wertschätzung

Bringen Sie Ihren Mitarbeitenden Wertschätzung entgegen! Wer für gute Arbeit keine Anerkennung erhält, ist über kurz oder lang frustriert. Mangelnde Wertschätzung zählt daher weltweit zu den häufigsten Kündigungsgründen. Laut Officevibe-Umfragen werden 72 Prozent der Mitarbeitenden zu selten oder gar nicht gelobt. Dabei empfinden 83 Prozent der Befragten ein Lob vom Chef als Anerkennung wertvoller, als beispielsweise eine Prämie. Wertschätzende Worte kosten nichts. Vorgesetzte müssen sich stärker bewusst sein, wie wichtig Lob und Anerkennung für die Mitarbeiterzufriedenheit sind.  

  • Feedback

Geben Sie Ihren Mitarbeitenden regelmäßig qualifiziertes Feedback! Doch Mitarbeitende möchten nicht nur gelobt werden, sie möchten sich verbessern und weiterentwickeln. 83 Prozent der Befragten schätzen daher qualifiziertes Feedback von Kollegen sowie Vorgesetzten, egal ob es positiv oder negativ ausfällt. Allerdings muss es zeitnah und regelmäßig sein. Monatliche Einzelgespräche, wöchentliche Planungssitzungen und tägliche Besprechungen sind Möglichkeiten, im Unternehmen eine gesunde Feedback-Kultur zu etablieren und auf diese Weise Mitarbeitenden zu fördern.

  • Persönliche Weiterentwicklung

Fördern Sie jeden Mitarbeitenden auf seinem individuellen Karriereweg! Mitarbeitende sind motivierter, wenn Sie ein Ziel vor Augen haben. Allerdings sehen 56 Prozent der Mitarbeitenden für sich keinerlei Aufstiegschancen in ihrem Unternehmen. Zudem wird ihnen eigenverantwortliches Handeln meist nicht zugetraut. Stattdessen stört übertriebenes Mikromanagement die Vertrauensbildung und bremst Arbeitnehmer in ihrer Eigenständigkeit. Frust ist die Folge. Durch individuelle Förderangebote und fachliche Weiterbildungen können Sie Arbeitnehmer aktiv dabei unterstützen, Fähigkeiten zu verbessern und Ziele zu erreichen.

  • Work-Life-Balance

Bieten Sie Möglichkeiten, um  Beruf und Privatleben stressfrei zu vereinbaren!  Laut Officevibe wirkt sich die Arbeit bei 60 Prozent der Angestellten negativ auf das Privatleben aus. Knapp die Hälfte gibt an, sich bei der Arbeit gestresst zu fühlen. Meist ist eine Überlastung die Ursache. Etwa 70 Prozent der Mitarbeitenden nimmt häufig bis gelegentlich liegengebliebene Arbeit mit nach Hause. Langfristig führt eine solche Überlastung zu Produktivitätseinbußen und im schlimmsten Fall zu einem Burnout. Sensibilisierte Führungskräfte und ein betriebliches Gesundheitsmanagement können dem vorbeugen.

  • Kollegialität

Etablieren Sie eine offene Unternehmenskultur und ein kollegiales Betriebsklima! Um sich am Arbeitsplatz wirklich wohlzufühlen, sind ein kollegiales Umfeld und ein angenehmes Betriebsklima überaus wichtig. Die traurige Realität: 40 Prozent der Mitarbeitenden sind bereits Zeuge von Mobbing am Arbeitsplatz geworden. Vielen fehlt zudem die soziale Interaktion mit Kollegen. Aber auch mit dem Verhältnis zu den Vorgesetzten ist es nicht zum Besten bestellt. In vielen Unternehmen sind die persönlichen Distanzen zu Führungskräften zu groß oder es mangelt an Transparenz und Offenheit. Bauen Sie eine transparente interne Kommunikation auf, fördern Sie Teambuilding und eine offene, wertschätzende Unternehmenskultur.

Ihre Mitarbeitenden sind das wertvollste Kapital des Unternehmens und zudem Ihr Aushängeschild als Arbeitgeber. Bevor Sie sich voll und ganz auf das Recruiting neuer Talente konzentrieren, stellen Sie sicher, dass Ihre Beschäftigten keinerlei Grund haben, ihren Job zu wechseln.

Quelle: https://officevibe.com/guides/state-employee-engagement